Der Planet Nibiru hat eine einfache Kultur, die Bewohner kennen gerade erst das Rad und leben friedlich. Das Raumschiff Enterprise beobachtet und dokumentiert das steinzeitliche Volk. Doch als Captain Kirk sieht, dass ein Vulkanausbruch wahrscheinlich einen großen Teil der Bevölkerung töten würde, beschließt er zu handeln und somit gegen den Befehl der Förderation zwecks Einmischung zu agieren. Also klettert Spock in einem Schutzanzug in den Lava spuckenden Vulkan, um eine Kältebombe zu zünden, die das Magma abkühlen soll. Dies funktioniert leider nicht fehlerfrei und da Kirk Spock nicht sterben lassen will, bricht er eine obere Direktive der Sternenflotte. Die Enterprise steigt aus ihrem Versteck auf dem Meeresboden und die Planetenbewohner sehen es. Zurück auf der Erde tadelt ihn deshalb Admiral Pike und enthebt ihn des Kommandos über die Enterprise. Weil Pike große Stücke auf Kirk hält, da er offener für alternativen gegenüber der oft festgefahrenen Sternenflotte ist, schickt er ihn zurück auf die Akademie. Er soll lernen wieder mehr Verantwortung zu zeigen und das unüberlegtes Handeln Folgen haben kann. Spock wird deshalb als Erster Offizier auf ein anderes Schiff versetzt. Zeitgleich führt in London John Harrison einen teuflischen Plan durch und inszeniert ein Bombenattentat auf die Datenbanken der Sternenflotte. Zahlreiches Wissen geht verloren, weshalb Admiral Marcus die Führungsoffiziere zu einer Krisensitzung zusammenruft. Pike hat inzwischen das Kommando der Enterprise übernommen und Kirk als Ersten Offizier eingesetzt. Beide und ebenfalls Spock nehmen an der Sitzung teil. Kirk findet das Verhalten von Harrison merkwürdig, denn er sieht keinen Grund für die Zerstörung der Datenbank. Alles Wissen dort war jedem Menschen uneingeschränkt zugänglich. Es sei denn, er wollte eine gewisse Reaktion erzwingen und zwar diese Krisensitzung. Kaum spricht Kirk seine Theorie aus, greift Harrison mit einem Gleiter an und tötet einige der Teilnehmer. Nur einem spontanen Handeln von Kirk ist es zu verdanken, dass Harrison fliehen muss und Leben gerettet werden. Pike stirbt bei dem Angriff und Kirk sinnt nach Rache. Er verfolgt Harrison auf den Klingonenplaneten Kronos, wo er sogleich von den Klingonen angegriffen wird. Obwohl Harrison Kirk rettet ergibt er sich und erklärt, dass Kirk einem großen Komplott auf den Leim gegangen ist und er nur ein Spielball ist, den Andere kontrollieren. Man will einen Krieg gegen die Klingonen provozieren. Schnell versteht Kirk, dass er eine Lösung finden muss, denn sonst würden Millionen von Lebewesen sterben.
Fazit:
Kaum war der erste Trailer von INTO DARKNESS zu sehen, begannen Spekulationen um die Handlung. Besonders der Charakter John Harrison, dargestellt vom Benedict Cumberbatch dem Sherlock aus der gleichnamigen BBC Serie, ließ Millionen von Star Trek Fans spekulieren, wer er ist. Es gab schon während der Produktionsphase das Gerücht, ausgelöst von den Drehbuchautoren bei einer Konvention, J.J. Abrams würde in INTO DARKNESS die Geschichte des zweiten Kinofilms Der Zorn des Khan neu erzählen. Logisch wäre also, das Cumberbatch Khan spielt. Bestätigung fanden die Fans in zwei Szenen. Zum einen ähnelt seine Kleidung in der Actionszene vom Design her derer von Khan und zum Anderen, die kurze Sequenz, die nur im japanischen Teaser zu sehen war: Zwei verdreckte, etwas blutverschmierte Hände berühren sich durch eine Glasscheibe; eine davon bildet Spock Handzeichen. Hier wurden sogleich Verbindungen zum Tode von Spock gezogen. Widerspruch zu dieser Theorie war, das Cumberbatch in einer Förderationsuniform und zum anderen eine blonde Sternenflottenoffizierin zu sehen war. Fans erinnerten sich aber auch an die Classic Folge ‚Die Spitze des Eisberges’ und an einen gewissen Gary Mitchell, der über eine blonde Laborassistentin Kirk versuchte zu manipulieren. Mitchell entwickelt in der Geschichte übermenschliche Kräfte und wird zur Bedrohung, weshalb Kirk ihn auf einem Planeten aussetzt. Cumberbatchs Figur zeigt in der Kampfszene ebenfalls übernatürliche Kräfte. Also wer ist er nun: Khan oder Gary Mitchell? Ist sein Name im Film John Harrison eine weitere Finte? Schließlich bestätigte die Khan-Theorie das Auftauchen von Dr. Carol Marcus, die im alten Film Kirks Exfrau war.
Erfreulich ist, das J.J. Abrams es schaffte alle Darsteller der Enterprise zu verpflichten. So spielt Chris Pine – James Tiberius Kirk, Zachary Quinto – Spock, Zoë Saldaña – Nyota Uhura, Karl Urban – „Pille“ McCoy, Anton Yelchin – Pavel Chekov, John Cho – Hikaru Sulu und Simon Pegg – Montgomery „Scotty“ Scott. In wichtiger Funktion ist ebenfalls Bruce Greenwood als Admiral Christopher Pike zurück. Neu in der Truppe ist Alice Eve als Dr. Carol Marcus, die zuvor in Men in Black 3 und The Raven zu sehen war. Die Rolle von Admiral Marcus übernahm Peter Weller, der einst im Kultfilm Robocop den Namen gebenden Cyborg spielte.
Schon der Trailer von INTO DARKNESS legte besonderes Augenmerk auf den charismatischen Widersacher dargestellt von Benedict Cumberbatch. Durch seine Darstellung des exzentrischen Sherlock begeisterte er sowohl Zuschauer als auch Regisseure und es ist kein Wunder ihn in hochkarätigen Produktionen zu sehen, darunter die Fortsetzung zu Der Hobbit als Stimme des Drachens Smaugs und der Figur des Nekromanten, sowie der dritten Staffel von Sherlock. Übrigens vor ihm führte Abrams lange Gespräche mit Benicio del Toro, der ebenfalls für Harrison in Betracht gezogen war. Chris Pine sagt über Benedict Cumberbatch: „Benedict hat seine Rolle wie mit dem Skalpell seziert. Er liefert eine derart präzise Darstellung, dass ich ihm als Fan und Schauspielkollege nur höchsten Respekt zollen kann. Seine gruselige Leistung wirkt völlig locker und mühelos – so schafft er eine Reihe von Momenten, die in das Pantheon der großen ‚Star Trek‘-Szenen eingehen werden.“
Nicht nur vor, ebenfalls hinter der Kamera beweißt J.J. Abrams Treue. So wurde das Drehbuch erneut von Alex Kurtzman und Roberto Orci geschrieben, die für Folgen von Abrams Lost und Fringe Serie, sowie für die Tramsformers Filme verantwortlich waren. Neu in dem Team ist Damon Lindelof, welcher das Drehbuch zu Prometheus schrieb. Musikalisch untermalt wie gewohnt Michael Giacchino (M:I 3, Alias, Die Unglaublichen) die rasanten Szenen mit wunderschönen klassischen Orchesterklängen. Um seine visuellen Ideen auf Bilder zu übertragen, heuerte Abrams Daniel Mindel an, mit dem er bereits Teil Eins und M:I 3 inszenierte.
Der Dreh selbst begann am 12. Januar 2012 und dauerte bis in den Mai hinein. Dennoch arbeiteten besonders die Cutter Maryann Brandon und Mary Jo Markey bis April 2013 zusammen mit Abrams an der Fertigstellung. Die lange Nachbearbeitungszeit ist gerade den Tausenden von Special Effekts zu verschulden, sowie der nachträglichen Umkonvertierung in 3D. Um INTO DARKNESS besonders groß auf die Kinoleinwand zu bringen, entschloss sich J.J. Abrams wie auch Regisseur Christoper Nolan die IMAX Kameratechnik zu benutzen. IMAX erlaubt es gerade weitläufige Szenen eine bestechende Schärfe zu verleihen. Wie aber auch alle anderen Filme mit IMAX Szenen wird INTO DARKNESS so nicht in vielen Kinos zu sehen sein. Gerade in Deutschland wird es schwer, da es hier nur noch zwei IMAX Kinos gibt.
Nichtsdestotrotz ist STAR TREK – INTO DARKNESS ein actiongeladenes, spannendes Filmereignis mit großartigen Bilder und charismatischen Darstellern und Charakteren. Die Story selbst ist nicht komplett neu, da sich oft auf die Klassikserie und -filme bezogen wird, aber dennoch für einen nicht Star Trek Kenner verständlich bleibt. Um eine lockere Erzählatmosphäre beizubehalten wurde, ein guter durchgehender Humor beibehalten, dem es gelingt mit den Eigenheiten der Figuren zu spielen. Die Tricktechnik mit der die Special Effects umgesetzt wurden, ist mehr als beeindruckend. Obwohl der nachträglich eingebaut 3D Effekt überzeugt und großartige Momente bietet, hinterlässt er besonders in schnellen Szenen einen Nachgeschmack. Oft wirkt hier das Bild unscharf und matschig. Nichtsdestotrotz unterhält der Film und lädt ein zu sehen, wie die Enterprise dahin reist, wo noch nie ein Mensch zuvor war.
Die Blu-ray hat ein scharfes, detailreiches Bild mit passenden Schwarzwerten, sowie läuft wunderbar flüssig. Dazu gesellt sich ein entsprechend ausgesteuerter Ton, der die Szenen räumlich erschafft. Erfreulich ist ebenfalls das interessante, einfache Bonusmaterial über die Produktion.
Daten:
Label: Paramount Pictures
Regie: J.J. Abrams
Kamera: Dan Mindel, ASC, BSC – Musik: Michael Giacchino
Darsteller: Chris Pine, Simon Pegg, Benedict Cumberbatch
Länge: 132 Min. / Jahr: 2013
Format: 16:9 – 2.40:1
Ton: Deutsch Dolby True-HD 7.1, Englisch Dolby True-HD 7.1
Extras: Making Of, Dokumentationen, Trailer
